Eine möglichst flächendeckende Mobilfunkversorgung ist heute ein entscheidender Standortfaktor. Sie schafft die Voraussetzungen für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, erhöht die Attraktivität einer Region für Unternehmen und trägt dazu bei, junge Menschen langfristig zu binden. Deshalb zählt die Verbesserung der Mobilfunkversorgung seit vielen Jahren zu unseren zentralen Handlungsfeldern.
Ausgangspunkt waren zahlreiche Hinweise aus Kommunen, Wirtschaft und Bevölkerung auf erhebliche Netzlücken und eine unzureichende Versorgungsqualität in Teilen der Westpfalz. Ab 2015 haben wir deshalb die Möglichkeiten zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung systematisch untersucht.
Nach mehreren vorbereitenden Expertengesprächen organisierten wir Ende 2016 einen kommunalen Fachworkshop sowie Anfang 2017 eine politische Gesprächsrunde mit den Oberbürgermeistern und Landräten der Region. Gemeinsam mit der Planungsgemeinschaft Westpfalz wurde anschließend eine Untersuchung der sogenannten „weißen Flecken“ in der Mobilfunkversorgung durchgeführt. Dabei wurden 34 Kommunen beziehungsweise Ortsteile mit insgesamt rund 14.000 Einwohnerinnen und Einwohnern identifiziert, die gar nicht oder nur unzureichend versorgt waren.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde die paulusresult GmbH beauftragt, Gespräche mit den drei Mobilfunknetzbetreibern zu führen und deren Bereitschaft für einen Ausbau in der Region auszuloten. Die Verhandlungen führten zu konkreten Ausbauzusagen, die in den folgenden Jahren wesentlich dazu beitrugen, die Mobilfunkversorgung in der Westpfalz spürbar zu verbessern.
Parallel dazu haben wir – auf Anregung des damaligen Donnersberger Landrats Winfried Guth – gemeinsam mit unseren Partnern in der Metropolregion Rhein-Neckar eine Initiative für ein innerdeutsches Roaming gestartet. Anfang 2017 richteten wir hierzu einen gemeinsamen Appell an die Bundestagsabgeordneten beider Regionen.
Die Initiative fand politische Beachtung und führte dazu, dass eine entsprechende Absichtserklärung in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Innerdeutsches Roaming ermöglicht es, dass Kundinnen und Kunden verschiedener Mobilfunkanbieter vorhandene Netzinfrastrukturen gemeinsam nutzen können. Gerade in ländlichen Regionen verbessert dies die Netzverfügbarkeit, während gleichzeitig der Ausbau wirtschaftlicher gestaltet werden kann. Diese Möglichkeit wird von den Netzbetreibern heute zunehmend genutzt.
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